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Herzlich willkommen

auf dem Blog der Steuerberater Dr. Groß & Scheifler GbR in Melsungen. Auf dieser Seite finden Sie aktuelle Informationen aus unserer Praxis und zu den Themen Steuerrecht, Coaching, Mentoring, Existenzgründungs- und Unternehmensberatung. Eine Haftung für die Inhalte dieser Seite wird NICHT übernommen und ist ausdrücklich ausgeschlossen.
Letzte Posts

Wann sich sonstige Vorsorgeaufwendungen wirklich steuerlich auswirken – und wann nicht

Viele Menschen sammeln jedes Jahr fleißig ihre Versicherungsunterlagen für die Steuererklärung: Haftpflicht, Unfall, Berufsunfähigkeit, Risikolebensversicherung und vieles mehr. Doch in der Praxis zeigt sich: In sehr vielen Fällen bringen diese Beiträge überhaupt keinen steuerlichen Vorteil mehr. Warum ist das so? Und wann lohnt es sich trotzdem, diese Unterlagen bereitzuhalten? Dieser Beitrag erklärt es verständlich – mit Beispielen aus der Praxis. Der Kern des Problems: Der Höchstbetrag für sonstige Vorsorgeaufwendungen ist fast immer ausgeschöpft Für die sogenannten sonstigen Vorsorgeaufwendungen gilt ein sehr kleiner Höchstbetrag: 1.900 € für Arbeitnehmer mit Zuschuss zur Krankenversicherung 2.800 € für Selbständige ohne Zuschuss Diese Grenze umfasst u. a.: Haftpflichtversicherung Unfallversicherung Arbeitslosenversicherung Berufsunfähigkeitsversicherung (soweit nicht Basisversorgung) Risikolebensversicherung Private Zusatz-Krankenversicherung ABER: Bevor d...

Aktivrente: Warum die neue Steuerbefreiung rechtlich umstritten ist

  Zum Jahresbeginn 2026 gibt es eine neue steuerliche Vergünstigung für Menschen, die das reguläre Rentenalter erreicht haben und trotzdem weiterarbeiten: die sogenannte Aktivrente . Wer in diesem Alter noch sozialversicherungspflichtig angestellt ist, kann bis zu 2.000 Euro im Monat steuerfrei hinzuverdienen. Was auf den ersten Blick wie eine sinnvolle Entlastung wirkt, sorgt steuerrechtlich und verfassungsrechtlich für erheblichen Streit. Der Bund der Steuerzahler (BdSt) hält die Regelung für unfair – und will sie gerichtlich überprüfen lassen. Das Kernproblem: Eine Steuerbefreiung nur für Arbeitnehmer Die Aktivrente gilt ausschließlich für Menschen, die im Rentenalter angestellt sind. Alle anderen Erwerbsformen sind ausgeschlossen: Selbstständige und Freiberufler Gewerbetreibende Land- und Forstwirte Minijobber Beamte Für viele Mandanten wirkt das auf den ersten Blick willkürlich – und genau das ist der juristische Knackpunkt. Warum diese Ungleichbehandlung rechtlich heikel is...

Frohe Feiertage 2025/26

Wir wünschen frohe Feiertage und einen guten Übergang in ein schönes, friedfertiges Jahr 2026. In der Zeit vom 22.12.2025 bis 02.01.2026 bleibt unsere Kanzlei geschlossen. Ab dem 05.01.2026 sind wir wie gewohnt wieder für Sie da. Ihr Team mein | Steuerberater Dr. Groß & Scheifler GbR  

Elektronische Bekanntgabe ab 1. Januar 2026: Was sich ändert

Elektronische Bekanntgabe ab 1. Januar 2026: Was sich ändert – und warum wir bewusst keine automatische Bescheidbekanntgabe empfangen Zum 1. Januar 2026 tritt die Neufassung des § 122a der Abgabenordnung (AO) in Kraft. Ab diesem Zeitpunkt stellt die Finanzverwaltung Steuerbescheide und andere Verwaltungsakte grundsätzlich elektronisch bereit, ohne dass dies gesondert beantragt werden muss. Wer weiterhin Papierbescheide per Post erhalten möchte, muss unter bestimmten Voraussetzungen aktiv widersprechen. Wichtig: Steuerberater empfangen Bescheide nur dann, wenn eine ausdrückliche Empfangsvollmacht besteht. Da wir in unserer Kanzlei in der Regel keine automatische Empfangsvollmacht hinterlegt haben, gehen Bescheide auch ab 2026 weiterhin direkt an Sie – es sei denn, Sie wünschen ausdrücklich etwas anderes. Was genau ändert sich ab 2026? Bisher Die meisten Bescheide wurden per Post zugestellt. Elektronische Bekanntgabe erfolgte nur mit Zustimmung. Ab 2026 Bescheide werden gru...

Verschärfter Kampf gegen Schwarzarbeit: Neue Gesetze und erweiterte Kontrollen – das müssen Betriebe jetzt wissen

Die Bekämpfung von Schwarzarbeit und illegaler Beschäftigung wird für den Fiskus immer prioritärer. Die Bundesregierung hat ein umfassendes Maßnahmenpaket auf den Weg gebracht, das nicht nur die Befugnisse der Zollverwaltung erheblich ausweitet, sondern auch die Kontrolldichte in bestimmten Branchen massiv erhöht. Für betroffene Unternehmen – auch diejenigen, die sich stets korrekt verhalten haben – bedeutet dies: Die Wahrscheinlichkeit einer Betriebsprüfung steigt erheblich. In diesem Artikel fassen wir die wichtigsten Neuerungen zusammen und sagen Ihnen, welche Branchen besonders im Fokus stehen und wie Sie sich vorbereiten können. Hintergrund: Warum wird jetzt nachgeschärft? Illegale Beschäftigung und Schwarzarbeit verzerren den Wettbewerb, schädigen die Sozialkassen und benachteiligen ehrliche Unternehmen, die ihre Mitarbeiter ordnungsgemäß anmelden und entlohnen. Mit den neuen Gesetzesvorhaben, die auf der Initiative „Illegal ist unsozial“ des Bundesfinanzministeriums basieren, so...

Erleichterte Rückzahlung von Corona-Soforthilfen: Das plant Hessen für betroffene Unternehmen

Die Rückforderung von Corona-Soforthilfen stellt viele Unternehmen vor erhebliche finanzielle Herausforderungen. Das Land Hessen hat nun einen Gesetzesentwurf vorgelegt, der die Rückzahlung erleichtern und wirtschaftliche Härten abmildern soll. Wir fassen die geplanten Erleichterungen für Sie zusammen. Das Hessische Finanzministerium plant, die Rückzahlung von Corona-Soforthilfen für Unternehmen sozialer und flexibler zu gestalten. Ein entsprechender Gesetzesentwurf wurde zur Abstimmung an die anderen Ministerien verschickt. Hintergrund: Prüfungen führen zu Rückforderungen Viele Unternehmen hatten während der Pandemie Corona-Soforthilfen aus Landes- und Bundesmitteln beantragt und erhalten. Inzwischen laufen die Prüfverfahren zur Rechtmäßigkeit dieser Auszahlungen. Dabei zeigt sich, dass ein Teil der geleisteten Hilfen aufgrund der strengen, bundesweit einheitlichen Vergabekriterien zurückgezahlt werden muss. Diese plötzlichen Rückzahlungsverpflichtungen können existenzbedrohend sein. ...

Die Steuererklärung macht jetzt das Amt – und was das für Steuerberater bedeutet

Die Steuerverwaltung in Hessen geht neue Wege: Mit dem Pilotprojekt „Steuer macht jetzt das Amt“ testet das Finanzamt Kassel erstmals die automatische Erstellung von Steuerbescheiden – ganz ohne aktive Mitwirkung der Bürger. Wer ausgewählt wird, erhält einen fertigen Vorschlag, muss ihn nur prüfen und bestätigen. Nach vier Wochen wird der Bescheid automatisch erlassen. Ein echter Meilenstein in Sachen Digitalisierung und Bürgerfreundlichkeit. 🔮 Was bedeutet das für die Zukunft? Wenn das Projekt erfolgreich ist, könnte es bald landesweit ausgerollt werden. Die klassische Steuererklärung würde damit für viele Menschen zur Ausnahme. Standardfälle könnten automatisiert abgewickelt werden – schnell, effizient und ohne Papierkram. Doch was heißt das für Steuerberater? 🧑‍💼 Steuerberatung im Wandel Die Rolle des Steuerberaters wird sich nicht abschaffen – sie wird sich verändern. Weg von der reinen Deklaration, hin zur strategischen Begleitung. Komplexe Sachverhalte, individuelle Lebenssit...